Der am 20. Oktober 1928 in Salzburg geborene
Architekt Josef Krawina absolvierte nach dem Krieg
eine Lehre als Zimmermann und die Baumeisterschule
an der Höheren Technischen Lehranstalt in Salzburg.
Während seines anschließenden Architekturstudiums
sammelte er bei ausgedehnten Weltreisen und als
Werkstudent in Berlin, Helsinki, London und Tel Aviv
erste berufliche Erfahrungen. Nach seinem Studienabschluss
arbeitete er für den renommierten
Architekten Prof. Dr. Roland Rainer, sowie für die
Ingenieurs- und Architektenkammer in Wien. 1959
eröffnete er in Wien sein eigenes Architekturbüro. Zudem absolvierte er an der
Technischen Universität Wien ein Aufbaustudium für Städtebau, Siedlungswesen
und Raumordnung. 1983 wurde Josef Krawina an die Fakultät für Architektur der
Technischen Universität Berlin berufen. Dort unterrichtete er bis 1996 die
Fächer „Entwerfen“ und „Baukonstruktion“. Ergänzend hielt er Gastvorträge
an verschiedenen Hochschulen im In-und Ausland.
Seine berufliche Laufbahn war stets durch seine Energie und Dynamik im Dienste
der Architektur gekennzeichnet. Immer aufgeschlossen für Neues, galt schon sehr
früh sein Interesse dem ökologischen Bauen, der Dachbegrünung und der damit
verbundenen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit bauphysikalischen
Grundlagen. In diesem Zusammenhang unternahm er unter anderem Studien über
die Kombinationsmöglichkeit von alten mit neuen Baustoffen und verfasste wissenschaftliche
Arbeiten über die Verwendung von Holz im Innenausbau und
Bautenbegrünungen. Dieses spezielle Fachwissen konnte er dann insbesonders
bei der Planung des Hundertwasser-Krawina Hauses einbringen.
Krawinas architektonisches Oeuvre ist breit gestreut. Mit berechtigtem Stolz
kann er neben der Planung von Wohnhausanlagen auch auf seine Entwürfe von
Geldinstituten, Heimen, Geschäftslokalen, Kindergärten, Kirchen, diversen
Außenanlagen sowie auf seine städtebaulichen Arbeiten zurückblicken.
Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen spiegeln die Anerkennung der
Leistungen dieses national und international anerkannten Architekten wider.
Derzeit lebt Josef Krawina mit seiner Frau Elisabeth in Kärnten.
Der am 15. Dezember 1928 in Wien als Friedrich
Stowasser geborene Künstler verlor schon in jungen
Jahren seinen Vater und wurde seither in einfachen
Verhältnissen alleine von seiner Mutter aufgezogen.
Von Kindesalter an fertigte er unermüdlich
Zeichnungen an. Lieblingsmotive waren zunächst
Landschaften und Häuser in der Umgebung Wiens.
Sowohl in Österreich als auch während seiner zahlreichen
Auslandsaufenthalte entstanden Zeit seines
Lebens eine Vielzahl von Zeichnungen, Aquarellen,
Lithographien und japanischen Holzschnitten.
Neben der Malerei standen der Umweltschutz und die Architektur im Zentrum
seines Interesses. So setzte er sich aktiv gegen die Nutzung der Kernenergie
ein. Weiters engagierte er sich für die Erhaltung von Naturräumen und für den
Schutz der Wale.
In der Architektur sah er sich als Rebell, der sich für ein menschengerechtes
Bauen einsetzte. Er äußerte seine heftige Kritik anhand von Manifesten und
öffentlichkeitswirksamen Aktionen. In Wien bekam er 1979 erstmals die
Chance, an einem neuartigen Architekturprojekt, dem Hundertwasser-
KrawinaHaus mitzuwirken. Der Erfolg dieses Projekts war der Grundstein für
viele weitere Planungen, mit denen Hundertwasser in der Folge beauftragt wurde.
Am 19.Februar 2000 verstarb er auf dem Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth II“
im Alter von 71 Jahren.
Friedensreich Hundertwasser wurde auf seinem Grundstück in Neuseeland im
„Garten der glücklichen Toten“ beerdigt. Wunschgemäß ruht er dort nur in
ein Leichentuch gehüllt, in einer Tiefe von 60 Zentimetern. Auf seinem Grab
wurde ein Baum gepflanzt, der das Weiterleben des Toten symbolisieren soll.